Geschichte des Kindergartens

Von der Ev. Gesamtkirchenverwaltung wurde in den Jahren 1964/1965 ein
zweigruppiger Kindergarten mit Gemeindesaal und Personalwohnung als Flachbau geplant, gebaut und 1966 fertig gestellt.
Die Trägerschaft des Kindergartens übernahm die evang. Kirchengemeinde St. Gumbertus, in deren Sprengel sich der Kindergarten befindet. Am 11.Juli 1966 kamen die ersten Kinder in den Kindergarten und alle vorgesehenen 60 Plätze waren belegt mit 3 – 5 jährigen Kindern.

Von Herrn Kirchenrat Rüdel, dem 1. Pfarrer von St. Gumbertus und gleichzeitig Sprengelpfarrer und somit Trägervertreter, wurde am 1. Oktober das Gebäude feierlich eingeweiht und die Arbeit in den Räumen unter den Segen Gottes gestellt.

Im Juli 1972 trat das Bayerische Kindergartengesetz in Kraft. Die Anzahl der Kinder pro Gruppe war vorgeschrieben und richtete sich nach der Größe des Gruppenraums
(pro Kind 2qm Fläche).
Die Gruppenstärke verringerte sich somit im Laufe der Jahre auf 23 Kinder pro Gruppe. Durch die verstärkte Nachfrage nach einem Kindergartenplatz war die Einrichtung in jedem Kindergartenjahr nach ein paar Monaten jedoch mit 4 – 6 Kindern überbelegt.

Bedingt durch die Flachbauweise wurden die Schäden am Flachdach und im Mauerwerk im Laufe der Jahre immer größer und eine umfangreiche Sanierung war ab 1986 im Gespräch. Die Kinderzahl in dem Viertel nahm ständig zu, so dass zur gleichen Zeit das Jugendamt mit der Bitte kam, den Kindergarten von 2 auf 3 Gruppen zu erweitern und zu einer Tagesstätte auszubauen.
Der Kostenvoranschlag für eine Generalsanierung und Erweiterung kamen den Kosten eines Neubaus sehr nahe und so entschloss sich die Bayerische Landeskirche, den Altbau abzureißen und einen Neubau auf dem gleichen Gelände zu errichten. Das war im Herbst 1988.
Der Plan für einen neuen Kindergarten war genehmigt und dann kam die politische Wende in der ehemaligen DDR und alles wurde erst einmal gestoppt.

Doch im Mai 1992 war es endlich soweit. Der Startschuss für einen Neubau war gegeben und so stand zunächst ein Umzug in ein Ausweichquartier an. Das gesamte „bewegliche Inventar“ des Kindergartens siedelte um und machte sich breit und fühlte sich wohl im alten Kindergarten in Hennenbach. Die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen begleiteten 2 Jahre lang intensiv die Bauphase und konnten so noch viele positive Änderungen in den Räumen durchsetzen. Der Architektin Frau Barbara Gsänger sind wir noch heute dankbar, dass sie viele Bitten und Wünsche ernst genommen hat und realisieren konnte.
Ende März 1994 zogen wir mit der tatkräftigen Unterstützung vieler Eltern wieder zurück in unseren wunderschönen neu erbauten Kindergarten.
Am Dienstag nach Ostern, den 5. April 1994, begannen wir den ersten Kindergartentag mit einer kurzen Andacht  und baten um den Segen Gottes für alle, die in diesem Hause ein- und ausgehen werden.
Die offizielle Einweihung wurde dann am Samstag, den 7. Mai 1994, vom damaligen Dekan Herrn Sommer und dem damaligen Sprengelpfarrer Herrn Pfarrer Geyer vorgenommen unter Beteiligung der Kinder und des Personals.
Mit dem Neubau änderte sich nicht nur die Anzahl des Personals von 4 auf 6 Mitarbeiterinnen. Ab April 1994 wurden auch die Gruppen von 2 auf 3  erweitert und die Anzahl der Kinder von 50 auf 75 Kinder erhöht. Ebenfalls geändert wurden das Betreuungsangebot und die Öffnungszeiten.
Die Öffnungszeiten des Kindergartens blieben von 1966 bis 1992 unverändert.
Der Kindergarten war von Montag bis Freitag von 7:30 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr geöffnet.
Seit April 1994 ist der Kindergarten eine Kindertagesstätte und von Montag bis Freitag von 7.00 bis 16.30 Uhr geöffnet.
Wie schon beim „alten“ Kindergarten wurde auch das neue Gebäude als „Gemeindezentrum“ geplant und gebaut, mit Kindergarten und Gemeinderäumen.
Den Gemeindesaal kann der Kindergarten bei Elternabenden, Veranstaltungen, Festen usw. belegen, was eine große Bereicherung für unsere Arbeit bedeutet.
Der Gemeindesaal wird auch regelmäßig von Mutter-Kind-Gruppen, Selbsthilfegruppen, für Bibelstunden, Präparanden-und Konfirmandenunterricht usw. genutzt.